Pelzkäfer bekämpfen

Der Pelzkäfer (Attagenus) gehört zur Klasse der Insekten, Ordnung Käfer (Coleoptera) und zur Familie der Speckkäfer (Dermestidae). Die Verbreitung ist weltweit. Die am häufigsten in Europa vorkommenden Arten sind der gemeine Pelzkäfer (Attagenus pellio) und der braune Pelzkäfer ursprünglich aus Afrika kommend.
Der gemeine oder auch gefleckte Pelzkäfer ist gegenwärtig der verbreitetste Pelzkäfer in Deutschland. Als Wohnungsschädlinge muss man Pelzkäfer bekämpfen, in der Natur sind sie eher als Nützlinge anzusehen.

Der gemeine Pelzkäfer ist etwa 3,5 mm – 6 mm groß, schwarz gefärbt und behaart. Auf dem Halsschild sind 2 helle Flecken und auf den Flügeln, etwa mittig, je ein heller Fleck zu erkennen.

Schäden: Der Käfer selbst verursacht keine Probleme, er ernährt sich von beispielsweise Nektar. Die eigentlichen Schäden entstehen durch die Larven des Tieres. Als natürlicher, vorwiegender Aasfresser befallen sie vor allem Teppiche, Felle und Pelze sowie Wolltextilien. Ein Weibchen legt etwa 50-100 Eier, vorzugsweise innerhalb der Wohnung, aber auch Vogelnestern, an für die Larven geeigneter Nahrung ab. Die Entwicklungszeit zum Adulttier schwankt zwischen 1 und 3 Jahren.

Pelzkäfer bekämpfen: Als Wohnungsschädlinge muss man Pelzkäfer bekämpfen. Ganz ohne Chemie auszukommen, ist nur bei kleinstem lokalen Befall möglich. Einen Pelzkragen zum Beispiel, so 100 % gewährleistet ist, dass wirklich nur dieser befallen wurde, kann man für 48 Stunden einfrieren. Danach sind Larven und Eier tot. Alternativ bietet der Einsatz von natürlichen Ölen wie Teebaumöl und Neemöl, in Kombination miteinander, eine Möglichkeit der ökologischen Bekämpfung. Wirkungsvoll sind für den Menschen ungefährliche Sprays verschiedener Hersteller. Mit ihnen kann der Schädling großflächig bekämpft werden. Das Spray verteilt sich in die Ritzen der Dielungen, auch hier können sich Tiere versteckt halten. Alle Mittel wirken auf adulte Tiere gleichermaßen wie auf die Larven. Zur Bekämpfung von Puppen und Eiern müssen jedoch spezielle zusätzliche Inhaltsstoffe vorhanden sein, die nicht automatisch bei allen Anbietern integriert sind.

Vorbeugung: Zur Vorbeugung können nur dicht geschlossene Schränke und die Verpackung besonders gefährdeter Bekleidung in hermetisch abgeschlossenen Behältern oder Tüten dienen.