Nacktschnecken bekämpfen

Nacktschnecken erfolgreich bekämpfen! Zu den unliebsamen Besuchern im Garten gehören sicherlich die Nacktschnecken. Diese schleimigen kleinen Lebewesen können einem die Freude am eigenen Garten wirklich madig machen und somit hilft nur eins, man muss die Nacktschnecken bekämpfen.

Nacktschnecken werden häufig von bestimmten Blumen- oder Pflanzenarten angezogen, weil sie diese bevorzugt auf ihrer Speisekarte haben. Einige Lieblingsspeisen von Nacktschnecken sind beispielsweise Salat, Erdbeeren und Studentenblumen. Ehrlich gesagt, gibt es kaum Blumen oder Nutzpflanzen, die einer Schneckeninvasion standhalten. Schnecken lieben krautige Pflanzen. Die meisten Kletterpflanzen oder Ziersträucher hingegen sind resistent.

Den Schaden, den die Schnecken hinterlassen ist oft beträchtlich. Zerfressene Blätter mit Löchern oder im schlimmsten Fall auch Kahlfraß. Das Ganze begleitet von einer Schleimspur oder auch Kothäufchen, die man im Salat findet. Findet man alle diese Spuren, so sollte man am besten sofort handeln, bevor der Schaden immer größeren Umfang annimmt.

Es gibt ein paar wenige wirklich wirksame Methoden, um Nacktschnecken zu bekämpfen:

Nacktschnecken bekämpfen kann man beispielsweise mit Salathauben. Diese kann man nicht nur für Salat, sondern auch für andere Pflanzen, die gerne von Schnecken angefressen werden, verwenden. Wichtig ist nur, dass der untere Rand gegen ein Durchkriechen der Schnecken sorgfältig mit einer Sandschicht bedeckt wird. So haben die Nacktschnecken keine Möglichkeit an die Blumen und Pflanzen heranzukommen.

Eine weitere gute Möglichkeit um Schnecken zu bekämpfen ist der Schneckenzaun. Der Schneckenzaun hat eine Mindesthöhe von insgesamt 20 cm und davon werden ca. 10 cm unter der Erde verlegt. Seine scharfen Kanten lassen es nicht zu, dass eine Schnecke darüber kriecht. Wichtig ist nur, dass der Schneckenzaun ganz dicht um die Beete mit den bedrohten Blumen und Pflanzen aufgestellt wird. Zudem dürfen keine Blätter über den Zaun hängen, denn diese werden von den Nacktschnecken gerne als Leiter oder Brücke benutzt. Und man sollte genauestens darauf achten, dass der Bereich innerhalb des Schneckenzauns keine Schneckeneier in seinem Erdreich birgt, denn sonst hat man den Feind quasi schon im Haus. Diese Schneckenzäune sind wirklich sehr effizient, aber derzeit auch noch recht teuer. Aus diesem Grund greifen die meisten Leute zur nächsten Methode, dem Gift.

Wenn man Nacktschnecken bekämpfen möchte, und zwar schnell und einfach, dann ist die beliebteste Variante sicherlich die, dass man zu Schneckenkorn greift. Hierbei sollte man immer genau die Anleitung des Herstellers auf der Verpackung beachten und danach vorgehen. Leider werden bei dieser Variante nicht nur die unliebsamen Nacktschnecken vergiftet, sondern auch die geschützten Weinbergschnecken. Schneckenkorn gilt als ökologisch unbedenklich und Nützlings-schonend, allerdings enthalten einige Mittel auch starke Nervengifte, die in größeren Mengen auch anderen Tieren und Menschen gefährlich werden können. Nacktschnecken bekämpfen sollte man deshalb nur auf diese Art und Weise, wenn sichergestellt ist, dass keine Kleinkinder oder Haustiere damit in Berührung kommen.

Hat man einmal den Kampf gegen diese Plagegeister auf eine hoffentlich natürliche Weise gewonnen, so möchte man einen erneuten Befall tunlichst vermeiden.

Pflanzen sollten morgens gegossen werden, damit sie schnell wieder trocknen und man sollte nicht flächendeckend sprengen. Durch diese Feuchtigkeit werden Schnecken magisch angezogen. Niemals mit frischen Pflanzenresten mulchen, denn diese werden unheimlich gerne von Nacktschnecken verzehrt und bieten dazu noch einen kühlen und feuchten Schlafplatz. Hält man sich an diese paar kleinen Tipps, so hat man vielleicht Glück und die Schnecken wandern direkt rüber in Nachbars Garten.