Mehlmotten bekämpfen

Bei der Mehlmotte handelt es sich um einen kleinen, etwa 14 mm langen Falter. Seine Deckflügel sind silbriggrau und mit braunen Flecken und Linien überzogen. Die größeren Hinterflügel zeigen eine gelblichweiße Färbung. Die Enden der Flügel weisen einen feinen Fransenrand auf.

Der Schädling wird meist unbemerkt durch verunreinigte Lebens- oder Futtermittel in den Haushalt eingeschleppt. Betroffen sind in erster Linie Getreideprodukte wie Mehl und Flocken. Es können jedoch auch Nüsse, Dörrobst und Schokolade befallen sein. Sie sollten Mehlmotten bekämpfen sobald Sie einen Befall feststellen um weitere Schäden an Ihren Lebensmitteln und eventuell sogar an Ihrer Gesundheit zu vermeiden.

Die Mehlmotte legt ihre Eier inmitten der Lebensmittelvorräte ab. Sichtbar wird der Befall erst, wenn daraus die gelblichweißen Larven schlüpfen. Ausgewachsen können diese eine Länge von bis zu 20 mm erreichen. Anschließend verpuppen die Larven sich in einem etwa 1cm großen, weißen Kokon. Aus diesem schlüpft später die Mehlmotte.

Der Schädling verunreinigt die Nahrungsmittel mit den Gespinsten, dem Kot und den Hüllen der Larven.

Um Mehlmotten bekämpfen zu können, ist es notwendig, zunächst sämtliche befallenen Produkte zu entsorgen. Dabei ist zu bedenken, dass auch verschlossene Verpackungen betroffen sein können. Der Schädling kann durch kleinste Öffnungen eindringen und dünne Verpackungen aufbeißen. Am sichersten ist es, die Vorratskammer großzügig auszuräumen.

Wenn man Mehlmotten bekämpfen muss, hat man im Wesentlichen die Wahl zwischen zwei gängigen Methoden. Die chemischen Bekämpfungsmittel arbeiten mit einem ungiftigen und für Menschen geruchsneutralen Sexuallockstoff. Dieser lockt die männlichen Motten an eine Klebefalle, auf welcher sie letztendlich verenden.

Die biologische Methode ist der Einsatz von sogenannten Nützlingen. Dabei handelt es sich um Parasiten, welche die Larven oder Eier der Mehlmotte befallen. Wer mit Hilfe von Nützlingen Mehlmotten bekämpfen möchte, sollte auf Schlupfwespenarten zurückgreifen. Die Larven der Schlupfwespe entwickeln sich in den Eiern oder Larven der Mehlmotte. Auf diese Weise wird die Ausbreitung des Schädlings gestoppt.

Zur Vorbeugung eines erneuten Befalls mit Mehlmotten sollten alle gefährdeten Lebensmittel nur noch in geeigneten, fest verschossenen Behältern gelagert werden.