Kleidermotten bekämpfen

Die Kleidermotten bekämpfen – Methoden zur natürlichen Schädlingsbekämpfung

Meist werden Kleidermotten erst dann bemerkt, wenn sich Schäden in Form von Löchern in der Kleidung zeigen. Ein Mottenbefall verschwindet meist nicht von allein, weshalb es notwendig ist, gegen den Textilschädling aktiv vorzugehen. Noch besser ist es, wenn Sie bereits vor einem möglichen Mottenbefall vorsorgliche Maßnahmen ergreifen und grundlegende Dinge beachten, damit es gar nicht dazu kommt, dass Sie die Kleidermotten bekämpfen müssen.

Erkennungsmerkmale einer Kleidermotte

Kleidermotten gehören zu den Schmetterlingen und haben strohgelbe bis dunkelbraun gefärbte Flügel, mit einer Spannweite von 12-16 mm. Als lichtscheue Nachtfalter versuchen sie sich am Tag zu verstecken und werden erst in der Dämmerung aktiv. Kleidermotten werden nicht vom Licht angezogen, was sie von anderen Nachtfaltern unterscheidet. Zeigt sich Ihnen eine solche Motte im Flug, werden Sie beobachten, dass sie sich im Gegensatz zu Lebensmittelmotten taumelnd und flatternd bewegt.

Die Löcher, die Kleidermotten in der Kleidung verursachen, sind klein und relativ unregelmäßig über das Kleidungsstück verteilt. Motten bevorzugen Textilien, die bereits getragen und die längere Zeit unbewegt im Schrank hängen. Der Schweiß und eventuelle Nahrungsmittelreste sind für die Schädlinge geradezu ein Festessen. Bevorzugt ernähren sich die Tiere von Materialien, die das Protein Keratin enthalten, wie z.B. Wolle, Haare und Felle.

Was können Sie vorbeugend gegen Kleidermotten tun?

  • Sie können Kleidermotten bekämpfen, aber Sie können auch vorbeugend schon einiges tun, damit der Schädlingsbefall erst gar nicht entsteht.
  • Wenn Sie Kleidungsstücke mit Wollanteil oder Decken für eine längere Zeit einlagern wollen, sollten Sie diese in jedem Fall vorher waschen. Bewahren Sie die Kleidung am besten in einem gut schließenden Kleidersack auf.
  • Klopfen Sie alle Teppiche und Decken aus und legen Sie sie für eine Zeit in die Sonne.
  • Motten nisten sich gern an dunklen, schwer zugänglichen Stellen, wie z.B. unter Schränken ein. Bodenbeläge, wie Laminat, Parkett oder Kork sorgen dafür, dass dieses nicht passiert. Wenn Sie hauptsächlich Teppichböden in Ihren Räumen haben, sorgen Sie dafür, dass diese von der Sonne beschienen werden und achten Sie darauf, den Teppich regelmäßig abzusaugen.
  • Schützen können Sie sich außerdem mit Fliegennetzen, so dass Kleidermotten erst gar nicht in die Wohnung eindringen können.
  • Sicherlich kennen Sie auch die altbewährten Hausmittel wie Duftsäckchen aus Lavendel und Salbei oder auch Stücke vom Zedernholz, die in Schränke und Kommoden gelegt werden können und die aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle abschreckend auf die Kleidermotten wirken.

Kleidermotten bekämpfen – Der natürliche Weg!

Um Kleidermotten zu bekämpfen, ist es wichtig, zunächst einmal die Orte festzustellen, an denen sich Larven und Eier befinden. Entsorgen Sie befallene Textilien, die aufgrund des Textilschadens nicht mehr nutzbar sind und reinigen Sie die Umgebung, in der diese gelagert wurden gründlich mit einem Staubsauger. Vermeiden Sie eine feuchte Reinigung, da sonst die Vermehrung der Motten aufgrund der Feuchtigkeit begünstigt werden würde. Waschen Sie die befallene, aber noch tragbare Kleidung gründlich und trocknen Sie diese anschließend in der Sonne unter mehrmaligem Wenden, so dass restliche Eier und Larven ausgetrocknet werden können.

Wenn Sie Kleidermotten bekämpfen möchten, können Sie auch ein natürliches und für den Menschen unschädliches Insektizid, das Niemöl, einsetzen. Als Insektenschutzmittel verwendet, stoppt es die Weiterentwicklung der Larven, die sich nun nicht mehr vermehren können und deshalb nach einigen Tagen absterben.

Der Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln

Grundsätzlich können beim Einsatz von chemischen Insektiziden Gesundheitsschäden für den Menschen auftreten. Zahlreiche Nebenwirkungen der Gifte können insbesondere Kindern, Schwangeren oder kranken Menschen schaden, da diese Mittel oftmals Nervengifte enthalten, die nicht nur Kleidermotten bekämpfen, sondern sich auch gefährlich auf das Nervensystem des Menschen auswirken können. Nicht auszudenken, welche Folgen es haben könnte, wenn Kinder eine Mottenkugel mit Spielzeug verwechseln und diese daraufhin in den Mund stecken.

Lockstofffallen locken mittels Pheromonen die männlichen Tiere an und dienen der Befallskontrolle. Die Männchen fliegen in eine Klebefalle, so dass der Vermehrung der Motten Einhalt geboten wird. Zudem können so die Tiere durch Experten genauer bestimmt werden, um zu prüfen, um welchen Schädling es sich handelt.

Synthetisch hergestellte Bekämpfungsmittel, die als Fraßgift gegen Kleidermotten eingesetzt werden, sind viel langlebiger als natürliche Insektizide und können so sehr lange in den Innenräumen Ihrer Wohnung überdauern und die Luft verschmutzen. Gelangen chemische Mittel, wie z.B. Spraygifte mit dem Wischwasser in die Umwelt, wird dieser ein deutlicher Schaden zugefügt.

Aus diesen Gründen sollte das Bekämpfen von Kleidermotten zunächst auf natürlichem Wege erfolgen, auch wenn hierfür etwas Geduld erforderlich ist.