Grasmilben bekämpfen

Hinweis auf Befall: Wer im Sommer oder Herbst mit Hautrötungen und stark juckenden roten Pusteln von der Wiese kommt und feststellt, dass die Beschwerden Tage lang nicht enden, der sollte überprüfen, ob er Grasmilben bekämpfen muss.

Beschreibung der Schädlinge/ Nachweis: Grasmilben gehören zur Gruppe der Spinnentiere. Die Grasmilbe, die die starken Beschwerden bei Mensch und Tier auslöst, gehört zur Gruppe der Laufmilben und gemeint ist eigentlich die Herbstgrasmilbe. Ihre Larven verursachen die juckenden Pusteln, weil sie an ihren Wirten saugen. Sie ernähren sich von Zellsaft und Lymphe. Da sie nur 0,2 – 0,3 mm groß sind, kann man sie nur schwer nachzuweisen. Legt man aber ein Stück weißes Papier auf das Gras, dann sieht man nach einiger Zeit die rötlichen Körperchen.

Direkte Bekämpfung: Grasmilben bekämpfen ist mit Grasmilben-Konzentrat oder mit Niem-Produkten möglich. Erfahrungen besagen, dass es auch gute Ergebnisse bringt, Anfang Mai den gemähten Rasen bei trockenem Wetter mit Kalkstickstoff zu düngen. Auslegen von schwarzer Pappe, auf der sich die Larven sammeln, kann die Plage eindämmen helfen.

Vorbeugung: Wenn der Rasen bei Trockenheit immer gut gewässert wird, wird es leichter, weil sich die Milben dann in den Boden zurückziehen.
Rasenschnitt sollte umgehend gesammelt und kompostiert oder in die Biotonne entsorgt werden und der Rasen sollte wöchentlich gemäht werden.
Grasmilben bekämpfen wird leichter, wenn der Rasen im Frühjahr vertikutieren wird, da sich dann nicht so viel Moos bildet, in dem sich die Plagegeister besonders wohlfühlen würden.

Der Mensch kann sich schützen, indem er Wiesen meidet, auf denen sich Nutztiere, welche die Hauptwirte der Grasmilben sind, aufhalten. Angemessene, an den Beinen geschlossene Kleidung ist ebenfalls von Nutzen, ebenso wie alle Mittel, die Duftstoffe enthalten, die auch gegen Zecken wirken.

Behandlung: Und wenn man aber doch mit Grasmilben in Berührung gekommen ist, dann ist die Erste Hilfe sich gründlich zu duschen und die Bekleidung waschen, die Saugstellen mit 70% igem Alkohol ab zu tupfen und dann den Juckreiz mit Teebaumöl (nicht bei Tieren, die ja ebenfalls leiden und behandelt werden müssen), Zwiebel, Zitronensaft oder den Mitteln, die in der Apotheke gegen Juckreiz bereitgehalten werden, zu stillen.

Vermieden werden sollte unbedingt, die Pusteln auf zu kratzen, da sonst Entzündungen und allergische Reaktionen als Folge drohen.